Mord und Totschlag durch Lärm

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Wenn die Psyche wegen zu viel Lärm ausrastet:

Im Feburar 2017 brachte ein ein aus der Psychatrie entflohener Häftling ein Ehepaar in einem Mehrfamilienhaus bei Rosenheim nach einem Streit um Lärm um. Der Bewohnerin einer Wohnung war wegen wiederholten Lärmens die Wohnung gekündigt worden. Die Mieterin stand unmittelbar vor dem Auszug als ihr Bekannter das Ehepaar umbrachte.

In Trier wurde 2014 ein Kleingärtner zu 7 1/2 Jahren Haft verurteilt, der seinen Kleingartennachbarn wegen dessen zu lauten Rasenmäherlärms erschoss. Der Kleingärtner war bereits früher wegen einer anderen lärmbedingten Auseinandersetzung vorbestraft: Er hatte sein späteres Opfer und dessen Sohn wegen Radiolärms mit Pflastersteinen beworfen.

Michael Dunn aus Florida muss sogar lebenslänglich ins Gefängnis, da er 2012 einen 17-jährigen nach einem Streit um laute Musik erschoss. Immerhin hatte der Staatsanwalt auf die Beantragung der Todesstrafe verzichtet.

Amoklauf wegen Lärm: Laut einer Zeitungsmeldung vom 11.10.2009 hat ein 55-jähriger in einem Mehrfamilienhaus bei Paris vier Menschen in der Wohnung unter ihm erschossen, die sich zu einem Abendessen trafen und feierten. Anschliessend richtete sich der Täter selbst. --> Abhilfe durch Abkopplung zur Verringerung von Körperschallpfaden .

Beatlemania-Werbung in Hamburg 2009
Machmallauter: Tour 2009 der Toten Hosen

Des einen Freud, des andern Leid: Werbung für laute Musik 2009 in Hamburg

Auf Akustik-Terror setzte der belgische Bürgermeister Gino Debroux, um die sich in seiner Gemeinde niedergelassenen Roma zu vertreiben: Mit 14000 W Musikbeschallung durch einen DJ wollte er die Roma-Sippe von einem Industriegelände vertreiben. Doch der Plan ging in mehrfacher Hinsicht nach hinten los: Kinder tanzten zu der Musik, er handelte sich eine Anzeige wegen Misshandlung von Schutzbefohlenen ein und die belgische Musikverwertungsgesellschaft schickte seiner Stadt eine Rechnung wegen des Abspielens von Musikstücken aus ihrem Repertoire.

 

 

Womöglich liess sich der Bürgermeister von den Foltermethoden der CIA inspirieren, die Terrorverdächtige seit 2001 mittels tagelanger Beschallung in hoher Lautstärke vom Schlaf abhält. Diese Foltermethode gehört zu den Praktiken der weissen Folter, die man dem Gefangenen später nicht ansieht, die aber dennoch tiefe und bleibende Spuren in dessen Psyche hinterlässt.

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